Sat, 28. Mar 2020 - 20:00

Viviane & Nicole Hagner, Violine & Klavier

Programm:

Béla Bartók
Rhapsodie Nr. 1, Sz 86

1. Moderato
2. Allegretto moderato

Johannes Brahms
Scherzo C-Moll, WoO 2 (aus der F.A.E.-Sonate)

Scherzo. Allegro – Trio. Più Moderato

Franz Liszt
La Lugubre Gondola (die Trauergondel)

Grand Duo Concertant sur la Romance de M. Lafont "Le Marin"

***

Franz Liszt/Franz Schubert
Ständchen (Serenade) für Klavier solo

Heinrich Wilhelm Ernst/Franz Schubert
Der Erlkönig, Op. 26 für Violine solo

Johann Brahms
Sonate d-Moll, Op. 108

1. Allegro
2. Adagio
3. Un poco presto e con sentimento
4. Presto agitato

 

Viviane Hagner gehört zu den profiliertesten Musikerinnen ihrer Generation. Die Berliner Morgenpost schwärmte: „…eine sorgsame und gleichzeitig brillante Geigerin. Ihr Spiel versteht, Nachdenklichkeit und Leuchtkraft aufs Eindringlichste zu mischen.“ Seit ihrem Debut als Dreizehnjährige mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta ist sie bei den großen Orchestern der Welt zu Gast, wie den Berliner Philharmonikern, den New Yorker Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra oder dem Leipziger Gewandhausorchester. Sie musizierte mit Dirigenten wie Abbado, Ashkenazy, Barenboim, Bychkov, Chailly, Dutoit, Eschenbach, Maazel, Nagano, Zinman und Zukerman. Ein schneller Blick ins Repertoire der in Berlin lebenden Künstlerin reicht, um ihre Vielseitigkeit zu demonstrieren: Neben den etablierten großen Solokonzerten von Bach bis Berg finden sich im Repertoire von Viviane Hagner auch die Konzerte von Goldmark, Hartmann und Szymanowski, und aus den letzten Jahrzehnten Werke etwa von Gubaidulina, Lutoslawski, Penderecki. 2002 spielte sie die Uraufführung des Violinkonzerts von Unsuk Chin mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano. Das mit dem Grawemeyer Award ausgezeichnete Werk nahm sie anschließend mit Nagano und dem Orchestre Symphonique de Montréal auf; diese Aufnahme erschien 2009 bei Analekta. Im Mai 2012 erscheint bei Capriccio der Live-Mitschnitt einer Aufführung des Violinkonzertes „TiefenRausch“ von Christian Jost, dirigiert vom Komponisten. Die passionierte Kammermusikerin spielt seit vielen Jahren im Duo mit ihrer Schwester, der Pianistin Nicole Hagner. Regelmäßig ist sie zu Gast bei renommierten Festspielen wie dem Marlboro Festival in den USA. 2007/08 gab Hagner als „Artist in Residence“ des Konzerthauses Berlin insgesamt zwölf Konzerte als Solistin und Kammermusikerin, und im Sommer 2009 war sie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern in 14 Konzerten als „Preisträgerin-in-Residence“ zu erleben. Zu den Höhepunkten der aktuellen Saison zählen ihr Debüt mit dem Cleveland Orchestra unter David Zinman, eine USA-Tournee mit dem Orpheus Chamber Orchestra, mit dem sie u.a. ihr Carnegie Hall-Debüt gibt, eine Wiedereinladung zum Enescu-Festival mit dem BBC Symphony Orchestra unter Neeme Järvi sowie Konzerte mit dem Philharmonia Orchestra unter Esa-Pekka Salonen in der Royal Festival Hall, beim Edinburgh Festival und beim Beethovenfest Bonn. Das Label Hyperion veröffentlichte im Frühjahr 2010 ihre Einspielung von Henri Vieuxtemps’ Violinkonzerten Nr. 4 und 5 mit dem Royal Flemish Philharmonic. 2007 kam ihre erste Solo-CD mit Werken von Bartók, Hartmann und Bach heraus (Altara). Viviane Hagner engagiert sich auch für die Vermittlung klassischer Musik an Zuhörer von ganz jung bis alt, denen ein Konzertbesuch sonst nur schwer möglich ist. Im Rahmen des von Lars Vogt ins Leben gerufenen Projekts „Rhapsody in School“ besucht sie Schulklassen, um sie zum Hören klassischer Musik zu begeistern oder zum Erlernen eines Instrumentes zu motivieren. Ihre Konzerttermine in Europa, den USA und Asien verbindet sie auch immer wieder gerne mit Meisterkursen. 2009–2013 war sie Professorin für Violine an der Universität der Künste Berlin. Seit 2013 lehrt sie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim.

Nicole Hagner gehört zu den außergewöhnlichen Persönlichkeiten ihrer Generation. Sie begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavier- und Violinunterricht bei Doris Wagner-Dix und Abraham Jaffé und wurde bald danach am Julius-Stern-Institut der UdK Berlin für begabte junge Musiker aufgenommen. Seit ihrem sechsten Lebensjahr gewann sie bei jeder Teilnahme den ersten Preis in ihrer Altersgruppe auf Regional-, Landes- bzw. Bundesebene auf der Violine sowie auf dem Klavier, zuletzt den ersten Preis auf Bundesebene im Klavier Solo 1994. Nach ihrem Abitur studierte Nicole Hagner Klavier bei Klaus Hellwig in Berlin und später bei Hans Leygraf in Salzburg. Sie ist seither weltweit als Solistin mit Orchestern wie den Dresdner Philharmonikern unter der Leitung von Michel Plasson, dem Polnischen Kammerorchester unter Wojciech Rajski oder dem Württembergischen Staatsorchester Stuttgart unter Lothar Zagrosek aufgetreten. Nicole Hagner tritt als Solistin und Kammermusikerin in Sälen wie der Philharmonie Berlin, dem Théâtre du Châtelet Paris, in der Victoria Hall in Genf oder in den großen Sälen Nord- und Südamerikas sowie Kanadas und in Japan auf. Sie ist ein regelmäßiger Gast bei Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Rheingau-Musikfestival, dem Moritzburg Festival oder den Dresdner Musikfestspielen und ist unter anderem auch im Lincoln Center beim Mostly Mozart-Festival in New York oder beim Ravinia Festival in Illinois aufgetreten. Auftritte in der letzten Zeit führten sie wiederholt in die Wigmore Hall in London, ins Konzerthaus Berlin, in  Madrids Auditorio Nacional de Música, Barcelonas Palau de la Musica Catalana und das Rockefeller Center in New York. Durch Empfehlung von Daniel Barenboim nahm Nicole Hagner ihre erste CD bei EMI Classics mit ihrer Schwester, der Geigerin Viviane Hagner auf. Eine zweite CD mit dem Oboisten Albrecht Mayer und der Flötistin Kaori Fujii erschien bei Victor Classics in Japan. Neben ihrer Konzerttätigkeit studierte Nicole Hagner mit einem Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes auch Linguistik, Informatik und Medizin und arbeitet heute leidenschaftlich als Internistin in ihrer Heimatstadt Berlin nach beruflichen Stationen auf dem Gebiet der Inneren Medizin und Hämatologie/Onkologie in Berlin, New York, Marburg und der Schweiz (Bern und Sankt Gallen).

 

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