Fri, 21. Feb 2020 - 20:00

Fremde Freundinnen - Clara Schumann und Pauline Viardot in Berlin

Ina Kancheva, Gesang & Lesung
Maria Sofianska, Klavier & Lesung
Dr. Norbert Meurs, Texte
Prof. Dr. Beatrix Borchard, Konzept und Moderation

Frédéric Chopin/Pauline Viardot (Pomey) - Aime moi, VWV 4020
Clara Schumann - Scherzo in C-Moll Op. 14

Clara Schumann - Lieder
- Er ist gekommen, Op. 12, 2 (Rückert)
- Warum willst Du andre fragen, Op. 12, 11 (Rückert)
- Sie liebten sich beide, Op. 13, 2 (Heine)

Pauline Viardot - Habanera, VWV 1019
Pauline Viardot (Puschkin) - Auf Grusien’s Hügeln / На холмахъ Грузiи (Na cholmach“ Gruzīi), VWV 1037
Clara Schumann - Romanze in A-Moll, Op. 21, 1

Pauline Viardot - Mörike-Vertonungen
- Nixe Binsefuß, VWV 1132
- In der Frühe / На зарѣ (Na zarě), VWV 1090 (auf russisch)

Clara Schumann - pièce fugitive, Op. 14, 3

Pauline Viardot - Gavotte in G-Dur, VWV 3007
Pauline Viardot (Turgenev) - Regenlied/Chanson de la Pluie aus Le dernier Sorcier, VWV 2002
Pauline Viardot (Fet) - Mitternächtige Bilder / Полуночние образи (Polunočnye obrazy), VWV 1032
Pauline Viardot (Lermontov) - Die Felsen Утëс (Utës), VWV 1091
Pauline Viardot (Puschkin) - Évocation / Beschwörung / Заклинанiе (Zaklinanīe), VWV 1041
Pauline Viardot (Fet) - Die Sterne / Звѣзды (Zvězdy), VWV 1059

Im Zentrum der Veranstaltung steht die Künstlerfreundschaft zwischen Clara Schumann (1819-1896) und der französischen Sängerin und Komponistin Pauline Viardot-Garcia (1821-1910). Sieben gemeinsame Jahre (1863-1871) wohnten die beiden Musikerinnen in Baden-Baden. Sie wirkten jeweils in den musikalischen Veranstaltungen der anderen mit und traten auch in Berlin öffentlich gemeinsam auf. Ihre Briefe lassen ahnen, was sie verband, aber auch was sie trennte. Ihre gemeinsamen Auftritte in Berlin, Wien, St. Petersburg, London, Budapest oder Paris sind Grundlage des Programms in seiner charakteristischen Mischung aus Arien, Soloklavierstücken, deutschen, französischen, russischen, spanischen Liedern, Ina Kancheva hat eine vielbeachtete CD mit russischen Romanzen und Pauline Viardots Bearbeitungen der Chopinschen Mazurken für Gesang aufgenommen. Die Moderatorin Prof. Dr. Beatrix Borchard hat sowohl über Clara Schumann als auch über Pauline Viardot-Garcia grundlegende Bücher veröffentlicht.

Beatrix Borchard, Prof. Dr. phil. habil., Musikwissenschaftlerin und Musikpublizistin geboren in Lingen/Ems, studierte in Bonn und Berlin Musikwissenschaften, Germanistik und Geschichte und promovierte über Clara Wieck und Robert Schumann, Bedingungen künstlerischer Arbeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (1983, 2. Auflage Kassel 1992). 2000 habilitierte sie sich mit einer interpretationsgeschichtlichen Studie, die unter dem Titel Stimme und Geige - Amalie und Joseph Joachim - Biographie und Interpretationsgeschichte, die im Böhlau-Verlag Wien erschienen ist (2. Auflage 2007). Weitere wichtige Buchveröffentlichungen: Clara Schumann. Ein Leben. Frankfurt/Main - Berlin 1991 (3. überarbeitete und erweiterte Auflage Hildesheim 2015); Adriana Hölszky Berlin 1991; Fanny Hensel, Komponieren zwischen Öffentlichkeit und Privatheit, Stuttgart 1999, 2. Auflage Kassel 2002 (gem. mit Monika Schwarz-Danuser); Der weibliche und der männliche Beethoven, Bonn 2004 (gem. mit Cornelia Bartsch und Rainer Cadenbach); Alkestis: Interpretationen (=Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 2006) (gem. mit Claudia Maurer Zenck); Musikwelten - Lebenswelten. Jüdische Identitätssuche in der deutschen Musikkultur, Köln 2009 (gem. mit Heidy Zimmermann. Aktuelle Veröffentlichungen: Pauline Viardot-Garcia. Fülle des Lebens, (Europäische Komponistinnen, Bd. 9) (Köln.Weimar.Wien: Böhlau 2016) , Musik(vermittlung) und Genderforschung im Internet. Perspektiven einer anderen Musikgeschichtsschreibung gemeinsam hrsg. mit Regina Back und Elisabeth Treydte (Hildesheim: Olms 2016) sowie Clara Schumann. Musik als Lebensform, Neue Quellen – andere Schreibweisen (Hildesheim: Olms 2019). Sie ist Herausgeberin der Viardot-Garcia-Studien, Bd. 1-6, Georg Olms Verlag Hildesheim · Zürich · New York 2012 ff. und der Brahms-Studien (= Veröffentlichungen der Johannes Brahms Gesellschaft), Bd. 16 ff., Tutzing 2011 ff., seit 2016 ebenfalls OLMS-Verlag in Hildesheim (gemeinsam mit Kerstin Schüssler-Bach). Zur Zeit ist sie im wissenschaftlichen Beirat des Forschungszentrums Musik und Gender an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und der Schumann-Briefausgabe an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Sie ist Gründerin und Vorsitzende der Fanny und Felix Mendelssohn Gesellschaft, Hamburg e.V. Beatrix Borchard lehrte zehn Jahre an der Hochschule der Künste Berlin (heute: Universität der Künste) Musikwissenschaft und arbeitete für das Goethe-Institut, vor allem in China, Portugal und Rumänien. Vom WS 2000 bis zum SS 2002 hatte sie eine Professur für historische Musikwissenschaft und Genderforschung an der Musikhochschule Detmold/Universität Paderborn. Vom SS 2002 – SS 2016 war sie Professorin für Musikwissenschaften an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Hier leitete sie ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt zum Thema Orte und Wege europäischer Kulturvermittlung durch Musik. Beatrix Borchard ist Autorin zahlreicher Rundfunkfeatures, moderiert häufig Konzerte und hat bisher zwei Filme gemacht, Dokumentationen über Clara Schumann (NDR 1996) und zum Thema Hausmusik (NDR 1997). An weiteren Musikfilmen hat sie mitgearbeitet, zuletzt an einem ARTE Film anläßlich des 200. Geburtstages von Clara Schumann. Eine Dokumentation über Pauline Viardot-Garcia ist in Planung.

Norbert Meurs studierte Musikwissenschaft in Bonn und Berlin. Er promovierte über Brahms und die Rezeption seiner frühen Werke (Neue Bahnen? Aspekte der Brahms-Rezeption 1853–1868). Von 1993 – 2016 war er Musikredakteur beim Süddeutschen Rundfunk bzw. Südwestrundfunk in Stuttgart und Baden-Baden, zuletzt in der SWR Landesmusikredaktion Mainz, wo er sowohl für Sendungen als auch Konzertverantstaltungen zuständig war. Er verfasste zahlreiche Beiträge für Zeitschriften, Rundfunkanstalten und Konzertveranstalter. Seine Schwerpunkte sind die Musik des 19. Jahrhunderts, musikalische Interpretation und Konzertdramaturgie (u.a. für das Festival RheinVokal).

 

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