Fri, 12. Jun 2026 - 20:00

Kammermusikabend mit
Dmitry Sitkovetsky, Violine
Daniel Austrich, Bratsche
David Geringas, Cello
Andrei Ioniță, Cello
Alf Moser, Kontradass
Mikhail Mordvinov, Klavier

Ludwig van Beethoven - Tripelkonzert op.56 für Klaviertrio

Franz Schubert - „Forellenquintett“
Klavierquintett A-Dur, op. posth. 114, D 667

 
Dmitry Sitkovetsky wurde im aserbaidschanischen Baku geboren, wuchs aber zunächst in Moskau auf. Er studierte am dortigen Konservatorium, emigrierte 1977 in die USA und setzte seine Ausbildung an der New Yorker Juilliard School fort. Seit 1987 lebt er mit seiner Frau Susan und der gemeinsamen Tochter Julia in London. Sitkovetsky gehört zu der seltenen Künstlerspezies, die sich mit Erfolg auf vielen Gebieten betätigt. Als Geiger arbeitet er mit den weltbesten Orchestern zusammen. Auch ist er bei den Salzburger Festspielen sowie bei den Festivals von Luzern, Edinburgh, Verbier und Istanbul sowie bei dem Festival Georges Enescu aufgetreten; auserdem gehort er zu den Initiatoren des 2003 gegrundeten Tuscan Sun Festival. Wahrend der letzten Jahre hat Sitkovetsky auch als Dirigent eine florierende Karriere aufgebaut. Seit 2003 ist er Musikalischer Direktor des Greensboro Symphony Orchestra und Erster Gastdirigent des Russischen Nationalorchesters. Im Marz 2006 wurde er Artist-in-Residence beim spanischen Orquesta Sinfonica de Castilla y Leon. Ferner ist er Grundungsdirektor des Kammerorchesters New European Strings (NES).  Seit Dmitry Sitkovetsky vor zwanzig Jahren eine erfolgreiche Bearbeitung der Bach’schen Goldberg-Variationen für Streichtrio herausgebracht hat, sind weitere Arrangements nach Haydn, Beethoven, Brahms, Dohnanyi, Bartok, Tschaikowsky, Schostakowitsch, Strawinsky und Schnittke entstanden – zumeist für Streichorchester. Dmitri Sitkovetsky ist ein rühriger, vielseitiger Studiokünstler und hat eine umfangreiche Diskographie vorzuweisen, die ihn mit sämtlichen großen Violinkonzerten und zahlreichen Kammermusiken sowie als Dirigent verschiedener Orchesterwerke präsentiert. Die CDs der letzten Jahre spiegeln Sitkovetskys zunehmende Auseinandersetzung mit zeitgenossischen Komponisten. Er hat die Violinkonzerte uraufgefuhrt, die John Casken (1995) und Krzystof Meyer (2000) fur ihn komponiert haben, und er spielt haufig Musik von Dutilleux, Penderecki, Schnittke, Part, Vasks und Schtschedrin, der mehrere Werke fur den Geiger und Dirigenten Sitkovetsky geschrieben hat.
 
Der in St.Petersburg geborene Geiger, Bratschist und Dirigent Daniel Austrich, gehört zweifelsohne zu den herausragenden Musikern seiner Generation. Seine rege Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker führt ihn regelmässig zu den wichtigsten Konzertsälen und Festivals in ganz Europa, Nahost, Japan, Ostasien, Nord- und Südamerika. Als Solist spielte Austrich mit Orchestern wie die Moskauer Philharmoniker, Staatliches Sinfonieorchester Moskau, Tokyo Metropolitan Orchestra, New Japan Philharmonic, Sapporo Symphony, Jerusalem Symphony Orchestra, Zürcher Kammerorchester, Charleston Symphony, und arbeitet als Kammermusikerpartner zusammen mit Itzhak Perlman, Donald Weilerstein, Olga Scheps, David Geringas, Nobuko Imai, Antoine Tamnestit, Pamela Frank, Kolja Blacher, Renaud Capucon, und vielen anderen Musikern. Seit 2012 wurde er Mitglied des Michelangelo String Quartets, mit dem er den Gesamtzyklus der Beethovenschen Streichquartette in Deutschland, Schottland, und Japan aufführte. Darüberhinaus spielte das Ensemble die Uraufführung der ersten Fassung des op. 131 in Bonn, dass erstmals 2014 beim Henle Verlag erschien. Daniel Austrich wurde an der Spezialmusikschule des Staatskonservatoriums in St. Petersburg, sowie an der Oberlin Conservatory (USA) bei Alla Aranovskaya ausgebildet, und setzte seine Studien beim Viktor Tretjakov (Violine), und Harald Schoneweg (Kammermusik) an der Kölner Musikhochschule fort, dass er 2012 mit dem Konzertexamen abgeschlossen hat. Seit 2015 unterrichtet Daniel Austrich ebenda als Dozent für Violine und Kammermusik und lebt in Berlin. Als Dirigent debütierte er in der grossen Elbphilharmonie in 2021 mit der Neuen Philharmonie Hamburg. Daniel Austrich ist der Gründer und Entwickler der "Mindfreemusic" - weltweit ersten holistischen Selbstentwicklungsmethode für Musiker.
 
David Geringas (Vilnius, Litauen 1946), Cellist, Dirigent und Gründer eines Orchesters für junge Künstler, des Geringas Chamber Orchestra, ist einer der einflussreichsten Musiker unserer Zeit. Er gilt als eine echte Brücke zwischen der osteuropäischen und der westlichen Cellotradition. Der Schüler von Mstislaw Rostropowitsch am Moskauer Konservatorium und Gewinner der Goldmedaille beim Tschaikowsky-Wettbewerb 1970 hat im Laufe seiner Karriere renommierte Preise gewonnen, darunter zwei Echo Klassik und den Grand Prix du Disque für seine Einspielung von Boccherinis zwölf Konzerten für Cello und Orchester unter der Leitung von Bruno Giuranna. Berühmte zeitgenössische Komponisten haben ihm mehrere Werke gewidmet und seine Diskographie umfasst mehr als 120 Tonträger. Jahrelang widmete er sich dem Unterrichten und zu seiner legendären Celloklasse zählten Schüler wie Gustav Rivinius, Jens Peter Maintz, Wolfgang Emanuel Schmidt, Monica Leskovar, Tatiana Vassiljeva, Jing Zhao, Johannes Moser, Maximilian Hornung und Sol Gabetta. Seit 2005 unterrichtet er an der Accademia Chigiana in Siena. Im Jahr 2023 wurde er mit dem Lifetime Achievement Award der International Classical Music Awards ausgezeichnet und als "leidenschaftlicher Musiker, brillanter Geist, ein Beispiel dafür, was die Musikwelt in den schwierigen Zeiten, in denen wir leben, braucht" beschrieben. In 2023 veröffentlichte David Geringas zusammen mit Jan Brachmann seine Autobiografie: „Sag das niemandem" - Lebenserinnerungen eines Cellisten.
 
Andrei Ioniță ist einer der weltweit meistbeachteten Solisten auf seinem Instrument. Die Times of London nennt ihn “einen der aufregendsten Cellisten der Dekade”; die englische Gramophone „einen Meister am Cello mit großen Fähigkeiten und musikalischer Vorstellungskraft, der sich der Musik unserer Zeit verpflichtet fühlt”. Ioniță wurde 1994 in Bukarest, Rumänien, geboren, ist Schüler von Ani-Marie Paladi in Bukarest und Prof. Jens Peter Maintz an der Universität der Künste in Berlin. 2015 gewinnt er den renommierten internationalen Tschaikowski Musikwettbewerb. Zu dem Zeitpunkt ist er bereits Preisträger der ARD, Khatchaturian- und Feuermann-Wettbewerbe. Von 2016 bis 2018 zeichnet die Londoner BBC ihn mit dem Titel “New Generation Artist” aus, was seine Popularität in Großbritannien befördert. Es folgen Auftritte mit dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Bournemouth Symphony Orchestra, dem Royal Scottish National Orchestra und Royal Philharmonic Orchestra. Seit dem Wintersemester 2025/26 ist er Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik und Tanz Köln am Standort Wuppertal. Andrei Ioniță hat mit einem umfangreichen Netzwerk internationaler Orchester zusammengearbeitet, darunter das Gewandhausorchester Leipzig, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Chicago Symphony Orchestra, das Detroit Symphony Orchesra, die Münchner Philharmoniker, das Orquesta dell`Academia Nazional Santa Cecilia, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin,  das Polnische Nationale Radio-Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Czech Philharmonic Orchestra und das Tokyo Philharmonic Orchestra. Er hat mit so renommierten Dirigenten wie Lawrence Foster, Herbert Blomstedt, Paavo Järvi, Susanna Mälkki, Cristian Macelaru, Joanna Mallwitz, Manfred Honeck, Sylvain Cambreling, Kent Nagano, Michael Sanderling zusammengearbeitet.  Andrei Ionițăs Ausnahmetalent macht ihn zu einem versatilen und gefragten Kammermusikpartner, bei seinen Auftritten mit Künstler*innen wie Martha Argerich, Elisabeth Leonskaja, Igor Levit, Christian Tetzlaff, Sergei Babayan und Steven Isserlis. Er gastiert an renommierten Häusern und Festivals der gesamten klassischen Musikwelt, wie beim Verbier Music Festival, dem Kissinger Sommer, dem Aspen Music Festival, der Wigmore Hall und der Carnegie Hall. Zu den Höhepunkten der Saison 25/26 zählt sein Debüt mit dem Philharmonia Orchestra und Santtu-Matias Rouvali beim renommierten Enescu Festival, zu dem er als Solist zurückkehrt. Weitere Orchesterengagements umfassen Konzerte bei dem New Japan Philharmonic Orchestra, den Hofer Symphonikern, dem Orchester dell`Istituzione Sinfonica Abbruzese, dem Rumänische Radio-Kammerorchester, ddem Transsilvanischen Staatsphilharmonieorchester, dem Vojvodina Symphony Orchestra, dem Satu Mare Philharmonic Orchestra und dem Iasi Philharmonic Orchestra. Weitere Engagements in den USA bereichern seine Saison mit Konzerten beim Rhode Island Philharmonic Orchestra und dem Richardson Symphony Orchestra. Als gefragter Kammermusiker wird Andrei zu Auftritten beim Moritzburger Musikfestival, den Instituzioni Universitaria dei Concerti Roma, dem Festival Ascoli Piceno, dem Festival Stresa, der Schubertiade Schwarzenberg, den Grünwalder Konzerten, dem Intonations Festival, dem Konzertverein Schwerin, der Synagoge Fellheim, den Hörtnagel Konzerten (München Musik GmbH) und dem Utah Chamber Music Festival eingeladen. Auf seiner hoch gelobten ersten Solo-CD „Oblique Strategies” präsentiert Andrei Ioniță eine Uraufführung von Brett Dean mit Bach und Kodály.
 
Alf Moser wurde in Berlin geboren und erhielt seit dem sechsten Lebensjahr Musikunterricht. Nach seiner Trompeten- und Klavierausbildung bekam er mit 14 Jahren den ersten Kontrabassunterricht. Sein Musikstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Kammervirtuose Heinz Zimmer. Als erstes Engagement wurde er im August 1987 an das Berliner Sinfonieorchester (das heutige Konzerthausorchester) verpflichtet, wechselte jedoch 1989 an die Staatskapelle Berlin. Tourneen mit seinem Orchester oder mit verschiedenen Kammermusikvereinigungen führten ihn durch viele Länder Europas, nach China, Südkorea, Japan, die USA, nach Südamerika und Australien. Alf Moser ist Mitglied des Knobelsdorff-Ensembles der Staatskapelle Berlin, des Salonorchesters „Unter’n Linden“, des Ensembles „Il Concertino Virtuoso“ sowie des Carl-Maria von Weber-Ensembles. Außerdem ist er seit 2005 Kontrabassdozent des Landesjugendorchesters Berlin.
 
Mikhail Mordvinov in Moskau geboren – zählt zu den bedeutendsten russischen Pianisten seiner Generation. Nach zahlreichen Erfolgen bei internationalen Wettbewerben konzertiert er heute weltweit als Solist, Kammermusiker und Liedpianist. Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentieren seine Virtuosität und musikalische Reife. Mordvinov begann mit sechs Jahren Klavier zu spielen und wurde seit seinem siebten Lebensjahr an der Moskauer Gnessin-Musikschule in der Klavierklasse von Tatjana Zelikman unterrichtet. 1994 nahm er sein Studium an der Russischen Gnessin-Akademie unter Professor Vladimir Tropp auf. Dort wurde er 1997 als „Bester Student des Jahres“ ausgezeichnet. Anschließend folgte ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Prof. Bernd Goetzke. Seit er 1994 das Skrjabin-Stipendium des Moskauer Skrjabin-Museums erhielt, ist er ständiger Gast der Skrjabin-Musikfestspiele. 1997/98 war Mikhail Mordvinov zudem Heinrich-Neuhaus-Stipendiat. Zwischen 2004 und 2006 wurde er vom Keyboard Charitable Trust London unterstützt. Mikhail Mordvinov ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und gewann u.a. den Ersten Preis des XII. Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbes in Zwickau (1996), den Ersten Preis und Sonderpreis des VI. Internationalen Schubert-Wettbewerb in Dortmund (1997), den Ersten Preis und Sonderpreis des XII. Internationalen Wettbewerb in Andorra (2006).

 

Calendar

< June 2026 >
Mon Tue Wed Thu Fri Sat Sun
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30