Do, 30. Jun 2022 - 20:00

Zum 175. Todestag der Geschwister Mendelssohn: Gespräch ohne Worte - Fanny und Felix Mendelssohn

Gefördert durch:

Daria Marshinina - Klavier
Richard Sorg - Sprecher
Prof. Dr. Beatrix Borchard - Moderation

2022 ist ein Doppelgedenkjahr. Zum 175. Mal jährt sich der Todestag von Fanny Hensel (14. Mai). Nur ein halbes Jahr später folgte der Bruder ihr nach (4. November). Getreu dem Motto „Eine Wiege, ein Grab, zwei Wege“ stehen im Zentrum des Abends Klavierstücke, die in der Öffentlichkeit zu Unnrecht nur mit dem Namen des Bruders verknüpft sind, die sogenannten "Lieder ohne Worte."

Mit ihrem subtilen Spiel legt Daria Marshinina verborgene Emotionen offen und tritt in einen intensiven Dialog mit dem Publikum ein – so auch in ihrem neuesten Solo-Projekt, „The Place of Freedom“, einem Konzertprogramm mit Werken von Ursula Mamlok und Lera Auerbach.

Daria Marshinina wurde in Moskau geboren, wo sie das renommierte Gnessin-Musikgymnasium besuchte. An der Hochschule für Musik und Theater Hamburg studierte sie in der Klasse von Prof. Anna Vinnitskaya und schloss schließlich an der Hochschule für Musik und Theater Rostock ihren Konzertexamen für Klavier solo (Prof. Bernd Zack) und Klavierduo (Profes. Hans- Peter und Volker Stenzl) jeweils mit Auszeichnung ab. Künstlerische Impulse bekam sie von namhaften Musiker*innen wie Brigitte Engerer, Pavel Gililov, Fou Ts'ong, Konrad Elser, Elisabeth Leonskaja, András Schiff und Bernd Götzke. Als mehrfache Preisträgerin internationaler Klavierwettbewerbe erhielt Daria Marshinina Stipendien der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, der Alfred Töpfer Stiftung F. V. S., der Anna Ruths-Stiftung und der Claussen-Simon-Stiftung. Sie konzertierte bereits in vielen europäischen Ländern sowie in den USA.

Lange bildete Daria Marshinina zusammen mit der lettischen Pianistin Linda Leine das Klavierduo Leine-Marshinina. Ihre CD „Schubert – Stravinsky – Vasks“ sorgte für viel Aufmerksamkeit in den Medien und brachte dem Duo die Nominierung für den Preis der deutschen Schallplattenkritik und zwei Nominierungen für den OPUS KLASSIK ein.

Daria Marshininas vielfältiges Repertoire umfasst u. a. Werke von Domenico Scarlatti, Franz Schubert, Fanny Hensel, Ursula Mamlok, Samuel Barber und Lera Auerbach.

Richard Sorg, Prof. Dr. phil., Studium der Theologie, Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Berlin, Zürich und Marburg. Er lehrte Soziologie zunächst in Wiesbaden, dann in Hamburg. Richard Sorg rezitiert regelmäßig im Rahmen von musikalisch-literarischen Programmen, so in Hamburg, Leipzig, Berlin, Bonn, Wolfsegg, Zwickau.

Beatrix Borchard, Prof. Dr. phil. habil., Musikwissenschaftlerin und Musikautorin studierte in Bonn und Berlin Musikwissenschaften, Germanistik und Geschichte. Sie promovierte über Clara Wieck und Robert Schumann, Bedingungen künstlerischer Arbeit in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, Weinheim: Beltz 1983 (2.Auflage Kassel: furore 1992). 2000 habilitierte sie sich mit der interpretationsgeschichtlichen Studie Stimme und Geige. Amalie und Joseph Joachim, 2. Auflage Wien: Böhlau 2007.

Aktuelle Veröffentlichungen: Pauline Viardot-Garcia. Fülle des Lebens, (Europäische Komponistinnen, Bd. 9) (Köln.Weimar.Wien: Böhlau 2016); Musik(vermittlung) und Genderforschung im Internet. Perspektiven einer anderen Musikgeschichtsschreibung, gem. hg. mit R. Back und E. Treydte (Hildesheim: Olms 2016), Clara Schumann. Musik als Lebensform, Neue Quellen – andere Schreibweisen (Hildesheim: Olms 2019), Pauline Viardot-Garcia und Julius Rietz - Der Briefwechsel, gem. hrsg. mit Miriam-Alexandra Wigbers (= Viardot-Garcia-Studien, hrsg. von Beatrix Borchard, Bd. 1), Hildesheim: Olms 2021.

Sie ist Gründerin der Onlineplattform Musik und Gender im Internet (MUGI) an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Herausgeberin der Viardot-Garcia-Studien, Bd. 1-6 im Georg Olms Verlag Hildesheim 2012ff. und Mitherausgeberin der Brahms-Studien (=Veröffentlichungen der Johannes Brahms Gesellschaft), Bd. 16 ff., Tutzing 2011 ff., seit 2016 ebenfalls im Olms-Verlag.

Beatrix Borchard war bis zum Sommersemester 2016 Professorin für Musikwissenschaften an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Sie hat 2018 im Rahmen des Komponistenquartiers Hamburg die „Räume für Fanny und Felix Mendelssohn“ sowie 2019 die neue Dauerausstellung zu Clara und Robert Schumann im Schumann-Haus Leipzig unter dem Aspekt „Experiment Künstlerehe“ kuratiert. Sie hat zwei Dokumentarfilme gedreht. Der erste galt Clara Schumann unter dem Titel Die Frau auf dem Geldschein (ARD/NDR1996), der zweite dem Thema Hausmusik (NDR 1997).

 

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