So, 28. Mai 2017 - 19:00 Uhr

Traum vom John Donne

Tickets: ab 19 EUR

 

„Traum vom John Donne“ nach „Große Elegie an John Donne“ vom Joseph Brodsky.

Die Aufführung ist der geistigen Verwandtschaft Josephs Brodsky und John Donne gewidmet und soll als Metapher dieser Verwandschaft dem Wandeln von einer Insel zur anderen dienen: Die Wassily-Insel in Sankt-Petersburg - Manhattan in New York (Brodsky) – die Insel England - über und um sie fliegt und beobachtet die Seele von John Donne. Die Darsteller: Der Schauspieler Grigory Kofman und der Musiker – Komponist und Klavierspieler Valery Voronov - unternehmen ein musikalisch-poetische Experiment, um ein unwidersprüchliches Äquivalent des genialen Werks von Joseph Brodsky zu finden. Mit Hilfe teils improvisierter, teils festgelegter gemeinsamer Passagen, welche sich nicht nur durch Wort und Melodie ausdrücken, suchen die Künstler adäquate Parallelen der höchst simplen und gleichzeitig virtuosen Dichtung und der philosophischen Recherchen des Dichters. Diese drücken sich durch Komplexität und unerwartete poetische Metaphern und Syntax, mutige Konjugationen von verschiedenen logischen Sinnen und Konzepten, Mischen von unterschiedlichen Sprachstilen, manchmal harten Plaudertönen aus, die die uns vertraute Melodie der russischen Poesie ersetzt. All diese Komplexität suchen der Schauspieler und der Musiker im entsprechenden Klang des Klaviers und im Ton des Wortes.

Grigory Kofman – Schauspieler und Theaterregisseur, 1959 geb.
Gründer und Leiter der folgenden Theaterprojekten:
- Paramon-Theater (SPb/Berlin) – 1989-2000
- Russisches Theater (Berlin)
- 2004 - 2009
- GOFF-Company (SPb-Berlin) – 2008
- Internationales Theaterfestival LIK (Laboratorium der Künste Kordon-2) in Puschkin-Gory, Pskow-Gebiet, Russland) – 2005
- Über 30 eigenen Inszenierungen, ca. 50 Rollen in Theaterproduktionen, 12 Filmrollen.
- Theaterpädagoge (Fach Schauspiel, Fach Regie)
- Speaker an 10 Radioproduktionen (WDR, NDR, RBB)
- Synchronsprecher an mehreren (über 100) Filmen.

Valery Voronov wurde am 3. März 1970 in Moskau geboren, wo er schon im Alter von sieben Jahren seinen ersten Musikunterricht erhielt. Nachdem er das Studium am Glinka-Musikcollege in Minsk absolviert hatte, studierte er an der Musikakademie Minsk bei Dimitry Smolsky und schloss alle Studiengänge mit Auszeichnung ab. Von 1995 an studierte er in der Kompositionsklasse von Krzysztof Meyer an der Hochschule für Musik Köln und nahm in dieser Zeit auch an Meisterkursen von Georg Katzer auf Schloss Rheinsberg teil. Im Jahre 2001 setzte er seine Ausbildung bei Hans Ulrich Humpert am Studio für elektronische Musik der Musikhochschule Köln fort. Valery Voronov gewann zahlreiche Kompositionspreise: den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb zur Eröffnung des „Werner-Richard-Saales“ in Herdecke (2001) mit Autumn Music für 13 Streicher, den 1. Preis beim 5. Internationalen Lutoslawski- Kompositionswettbewerb (2001) für Andante Luminoso für großes Orchester, den Preis des 8. Internationalen Kompositionswettbewerbs im Rahmen des „Wiener Sommer-Seminars für Neue Musik“ (2002) mit seinem Werk Zentaur I für Flöte und Flügelsaiten, den großen Preis der „Pythische Spiele“ (St. Petersburg, 2005) für Studies of figure in movement Ascending für Ensemble, den Preis des 3. Internationalen Schiedmayer-Kompositionswettbewerbs für Celesta (2009) für 7 Haiku, Da Capo Preis der 4. Brandenburger Biennale (2010) für Marmor für Orchester. Valery Voronov hat Musik für verschiedene Theater-, Radio- und Filmprojekte geschrieben (u. a. Filmschauspiel-Theater Minsk, Grend-Theater und Film-Studio am Aalto Essen, Deutsche Welle und WDR Köln). Voronovs Werke wurden bei zahlreichen internationalen Musikfestivals und Symposien aufgeführt, u.a. „Warschauer Herbst“ (2001, 2012), „Bergische Biennale der Neuer Musik“ (2001), „Wiener Sommer-Seminar für Neue Musik“ (2002), „Gaudeamus Music Week“ (Amsterdam, 2003 und 2004), „Pythian Games“ (St. Petersburg, 2004 und 2005), „3rd International Forum for Young Composers“ (Moulin d’Andé, 2004), „Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik“ (2004), „Aspekte“ (Salzburg, 2005), „Sound Ways“ (St. Petersburg, 2005), „Jardins Musicaux“ (Cernier, 2008), „La Bâtie“ (Genève, 2008), „MaerzMusik“ (Berlin, 2009), Festival d'Automne à Paris (2010), „Rusland Festival“ (Amsterdam, 2011), VIII Yuri Bashmet international Music Festival (Minsk , 2013), Schwetzinger SWR Festspiele (2013). Für das “Festival der Nationen” (2004) wurde Voronov als composer in residence auserwählt. Im Jahre 2003 bekam er das Kompositions-Stipendium der Stadt Tübingen zuerkannt. In den Jahren 2005 und 2006 wurde Voronov vom Kulturdepartement des Kantons Aargau nach Boswil ins Künstlerhaus eingeladen. Dort erhielt er Kompositionsaufträge und zu Ostern 2007 wurde im Grossmünster in Zürich nebst Werken von Sofia Gudaïdulina und Alfred Schnittke sein Archipelago für Soli, Chor und Ensemble unter der Leitung von Karl Scheuber uraufgeführt. Die im Auftrag des Schweizer Tonkünstlerverbandes von Voronov vollendete Oper von M. Musorgsky „Die Heirat“ kam im August 2008 zu Welturaufführung. 2010 erhielt Voronov einen Kompositionsauftrag von Het Concertgebouw Amsterdam / Asko Schönberg Ensemble / Festival d'Automne à Paris. Das Auftragswerk Aus dem stillen Raume wurde in der Opèra National de Paris – Bastille und im Het Concertgebouw vom Schönberg Ensemble unter der Leitung von Reinbert de Leeuw uraufgeführt.

 

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